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 Ein Mord, der keiner sein durfte

eBook : Ein Mord, der keiner sein durfte
(1 Bewertung)

Autor: Heinrich Wille

Preis: 18,99 EUR inkl. Mwst.  (Sie sparen 21 % im Vergleich zur Printausgabe)

Erschienen: Rotpunktverlag AG 2012, ca. 384 Seiten *

Kategorie: Politik

Format:

eBook im ePub Format (ohne DRM) 1.32 MB In den Warenkorb

Der Fall Uwe Barschel und die Grenzen des Rechtsstaates

In der Nacht vom 10. zum 11. Oktober 1987 stirbt Uwe Barschel, bis wenige Tage zuvor Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, in einem Hotel in Genf. Selbstmord oder Mord? Das ist die große Frage.

Doch die Untersuchungen stehen von Anfang an unter einem schlechten Stern. In Genf wird geschlampt, in Deutschland weigert man sich, uberhaupt ein Verfahren aufzunehmen. Heinrich Wille, Autor dieses Buches, tritt 1992 seine Stelle als Leiter der Lubecker Staatsanwaltschaft an. Er wird mit dem Fall Barschel betraut.

Sein Buch ist ein präziser, detaillierter Bericht uber die Ermittlungen, die nationalen und internationalen Verbindungen Barschels, seine teils wenig transparenten Unternehmungen. Und es ist ein ebenso genauer Bericht uber die Behinderungen der Untersuchung, die Vorenthaltung von Beweismitteln seitens anderer Behörden, die Einmischung der Politik.

Wille hat das hier vorliegende Buch bereits 2007 geschrieben. Doch die Publikation wurde damals von der Schleswiger Generalstaatsanwaltschaft untersagt. Jetzt liegt es vor - das eindruckliche Dokument einer unmöglichen Ermittlung, das ebenso eindrucklich die Grenzen des Rechtsstaates aufzeigt.

"Der Jurist vermittelt mitnichten nur Fakten- und Akteneinsicht. Er legt auch das Innenleben deutscher Justizbehörden bloß."
Christiane Florin, Deutschlandfunk "Andruck - Das Magazin für Politische Literatur", 10.10.2011.

"Willes Buch sollte dringend jeder lesen, der wissen will, was Rechtsstaatlichkeit ist und wie sie erodiert durch konzertiertes Untergraben."
Pieke Biermann, Deutschlandradio, 1.12.2011.

Heinrich Wille, geboren 1945 in Grömitz (Ostholstein), wurde deutschlandweit bekannt als Chefermittler in Sachen Uwe Barschel. Als Leiter der Lübecker Staatsanwaltschaft geriet der streitbare Jurist wiederholt mit seinen Vorgesetzten in Konflikt, da er zu anderen Schlüssen kam, als man es von ihm erwartete. Ende August erscheint sein lange verbotenes Buch Ein Mord, der keiner sein durfte zum Fall Uwe Barschel .

Heinrich Wille ist pensioniert und lebt in der Holsteinischen Schweiz.

Inhalt

Zum Fall Barschel - Vorwort
Zwei Stern-Reporter haben einen Auftrag
Genf, 10./11. Oktober 1987
Barschels Ehrenwort
Hotel "Beau Rivage", Zimmer 317
Die verbotenen Fotos
Rätselhaftes "Testament"
Das Gutachten Wegener
Tatortskizze: Zimmer 317, Hotel "Beau-Rivage"
"Sie werden mich ja nicht gleich erschießen"
Die "Barschel-Pfeiffer-Affäre" und der Flug nach Genf
Flugzeugabsturz mit einem Überlebenden
Barschel wird in Genf erwartet
Wer ist "Roloff"?
Die Versäumnisse der Genfer Behörden
Uwe Barschels unaufhaltsamer Aufstieg
"Damp 2000" und Geschäfte mit Sudafrika
Beispielgebend: Großadmiral Dönitz
Ostseebad "Damp 2000"
Waffengeschäfte mit dem Apartheidstaat
Die SPD an der Macht
Alles soll anders werden
Referent im Justizministerium
Berufung zum Leiter der Staatsanwaltschaft Lubeck
In Sachen Barschel
Beginn des Ermittlungsverfahrens in Lubeck
Der "Schubladen-Ausschuss"
Die Gauck-Behörde und die Akte "Rostock AP 3274/90"
Ermittlungsplanung der EG Genf
Die Spuren in die DDR und in die CSSR
Kontakte zum BND und zur Staatsanwaltschaft Genf
Der erste Runde Tisch
Ruckschlag
Besuch bei der Gauck-Behörde und die Folgen
Die Gauck-Behörde hat mehr, als sie zugibt
Hausdurchsuchung in Berlin
Unerwartete Komplikation
Der Kniefall vor der Ikone Gauck
Beginn der Wende
Alltag in der Staatsanwaltschaft Lubeck
Projekte, Gefährdung, Untersuchungsausschuss
Projekt Opferschutz
... nicht kluger als jetzt, aber das auf einem höheren Niveau
Medienkampagne und Maulkorb
Die Vorgesetzten stehen selbst in der Kritik
Stasi-Akten und "K.-o.-Tropfen"
Wachsender Druck auf die Barschel-Ermittler
Die Frage der Verwertbarkeit von Stasi-Unterlagen
"Schlechtes Kabarett"
Neue Herausforderungen
"Dass die Akte Barschel auch eine politische ist, ist klar"
Vor dem "Schubladen-Untersuchungsausschuss"
Der Medienkampagne zweiter Teil
Eine Tischvorlage
Störfaktor Landespolitik
"Unter uns: Glauben Sie, dass es Mord war?"
Kriminalistische Nacharbeit in Genf
Wer war Stoffberg?
Erschwerte Zeugenvernehmungen
Die CIA-Spur
Wer hat welches Motiv?
Barschels Reisen in die DDR
Stasi, BND und internationaler Waffenhandel
Politischer Druck auf die Staatsanwaltschaft
Überlastung der Lubecker Staatsanwaltschaft
Barschel und die "Iran-Contra-Affäre"
Generalstaatsanwalt verordnet Zwangspause
Die "Iran-Contra-Affäre"
Angst vor unangenehmen Wahrheiten?
Die Ermittlungen werden abrupt gestoppt
Verwerfungen, Gesichtsverluste und Ehrverletzungen
Ein Toter in Zurich und das Lösungsmittel
an Barschels Schuh
Der Zeuge Bani-Sadr
Das ominöse Whiskyfläschchen
"Kein Kommentar"
Der General zieht das Ermittlungsverfahren an sich
Der Rückzieher
"Was ermittelbar ist, muss ermittelt werden"
Das Rätsel der verfärbten Badematte
Ringen um die Fortsetzung der Ermittlungen
Der "Kleinkrieg in der Justiz" und die "Mafia-Spur"
Der interne Kompromiss
Todesgefahr durch Indiskretion
Ein Mörder und kein Mord?
Generalstaatsanwalt Ostendorf will den Schlussstrich
Die Hände sind gebunden
Wie ein Verfahren endgultig ruiniert wird
Der Generalstaatsanwalt wirft das Handtuch
Ostendorfs Abschied
Disziplinarische Vorermittlungen
Iran-Contra, U-Boot-Deal, Mafia-Spur
Das Gift in Barschels Körper
Die Stunde der Toxikologen
Toxikologische Untersuchungen
Kein einheitliches Ergebnis
Stoffberg, Mafia, Roloff und die "Schuh-Spur"
Geiselnahme im Gefängnis Lubeck-Lauerhof
Viele Spuren deuten auf Mord
Der BND weiß mehr
Der neue Generalstaatsanwalt tritt sein Amt an
Der Zeuge Bani-Sadr sagt aus
Barschels Schuh
Polyuretanlack und Dimethylsulfoxid
Keine Täter-, aber eine Tatspur
Verfahrenseinstellung
Restermittlungen und Gesamtbericht
Der "Gesamtbericht"
Förmliche Einstellung des Verfahrens
Der "Hauch des Zweifels"
Selbstmord ist nur eine theoretische Möglichkeit
Ruckblick auf das Verfahren
Die Nagelprobe
Nachwort
Postskriptum
Dank
Literaturverzeichnis
Personenregister



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Leserbewertungen:

  29.01.12 von bg120zbeamz
Hauptthema dieses Buches ist nicht etwa der Todesfall Barschel; vielmehr weint sich der Verfasser ausgiebig ueber die Ungerechtigkeit seiner eigenen Vorgesetzten sowie der Medien aus.


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